Dicke Luft in Hanoi

Heute morgen hatte ich mal wieder die trübe Aussichten beim Blick aus dem Fenster. Leider trägt das rasante Wirtschaftswachstum Vietnams dazu bei, dass sich die Luftqualität in den Städten immer weiter verschlechtert. Vor allem die Feinstaubwerte sind bedenklich. Im Jahr 2017 war es an knapp 330 Tagen gesundheitlich bedenklich und teilweise sogar gefährlich, die Fenster aufzumachen um „frische Luft“ hereinzulassen. Hauptverursacher sind die Abgase von Straßenverkehr, Industrie und Kraftwerke, aber auch die allgegenwärtigen Kohlefeuer oder die Landwirtschaft (Verbrennen von Reishalmen). Diverse Webseiten und Projekte beobachten die Luftqualität (z.B. die Botschaften der USA und Deutschland oder auch unabhängige Sensoren) – die vietnamesische Seite hält sich bedeckt. Ich habe deshalb beschlossen, die Sache selbst in die

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Vietnamesische Sportbegeisterung

Vietnamesen mögen Sport. Selbst die ältesten Vietnamesen stehen früh morgens auf um auf der Straße oder am See ihre Tai-Chi-Übungen zu machen oder eine Runde auf dem Rad zu drehen. Leider kommen sie nur selten dazu, ihre Landsleute bei großen Turnieren anzufeuern, da es nur wenige Sportler bis aufs Siegertreppchen schaffen. Davon zeugt auch der relativ leere ewige Medallienspiegel der Olympischen Spiele (einmal Gold, dreimal Silber). Das erklärt warum letztes Wochenende das ganze Land im Ausnahmezustand war, nur weil es die U23-Fußballnationalmannschaft in das Finale der Asienmeisterschaft geschafft hat. Da wird auch mal die Elektronikabteilung des Einkaufszentrums zur Fanmeile. Leider haben sie bei ungewohntem dichten Schneefall gegen die Usbeken verloren

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NoGo-Area Südkreuz

Ich habe den Bahnhof Südkreuz mittlerweile in mein Herz geschlossen. Er ist zwar nicht hübsch, bietet dafür aber Infrastruktur und Einzelhandel. Leider muss der Bahnhof für ein 1984-Experiment des Überwachungsstaats herhalten. Dort sollen ab August alle Menschen per automatisierter Gesichtserkennung überwacht und verfolgt werden. Angeblich gibt es „Ausweichmöglichkeiten“ aber die Bundespolizei hält sich bedeckt: Apropos Bundespolizei: diese sucht derzeit mit Amazon-Gutscheinen nach Freiwilligen. Na viel Glück damit…  

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Perspektiven

Es hat bestimmt schon Tausende in den Wahnsinn getrieben, die nur einen kleinen Funken räumliches Vorstellungsvermögen in sich tragen: Die unsägliche Darstellung des Brandenburger Tors auf den Scheiben der Berliner U-Bahn. Die Säulen sehen darauf aus, als hätte die BVG einen dreijährigen, blinden Graphiker beschäftigt. Jetzt hat die BVG (zugegeben sehr sympathisch) auf Twitter ihre Sicht der Dinge dargestellt: Einen Hauptkritikpunkt haben wir uns schon angesehen. Wir wissen nicht, was ihr gegen unsere Fensteraufkleber habt! pic.twitter.com/k47JyZUGSq — Weil wir dich lieben (@BVG_Kampagne) 15. Januar 2015

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Foodporn auf Rügen

Über Sylvester war ich auf Rügen unterwegs. Die Zeit wurde u.a. genutzt, ausgiebig zu kochen. Die Highlights: Homemade Cheeseburger (frische Buns aus dem Ofen und vegetarischen Burger) Argentinische Empanadas de Horno (verschiedene Füllungen: Lachs/Gemüse, Bohnen und Tomaten/Käse) mit Ziegenkäse/Feigen-Salat Heimatessen: Pfaffenhäuser Schusterskugeln (Kartoffelklöße halb-und-halb mit Speck-Sahne-Sauce und selbst gekochtem Apfelkompott) und Spitzbuben (längliche Klöße mit Béchamel und Zwiebeln – wohl verwandt mit den Vogelsberger Beutelches und in Bad Orb wohl auch in Kombination mit Apfelkompott serviert) Außerdem gab es noch französische Zwiebelsuppe (komplett ohne Fertigbrühe), Creme Brulee und Tequila Sunrise. Anmerkung: erschwert wurde das Kochen leider durch die beschränkte technische Ausstattung der Ferienwohnung (Pizza-Aufbackofen und zwei kleine Ceran-Kochfelder…)

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Paint it black

Heute Nacht hat Kreuzberg ein Kulturgut verloren. Berlin wohl meistfotografierte Streetart (das Gemälde von Blu auf den Brandmauern der Cuvrybrache)  wurde schwarz übermalt (via @leitmedium): Laut Metronaut und Nerdcore kam der Auftrag vom Künstler selbst, der damit verhindern wollte, dass an dieser Stelle Luxuslofts entstehen, die mit dem Blick auf die Gemälde werben. Der Stinkefinger bei den Malerarbeiten spricht dafür. Trotzdem schade drum…

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